Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

 Der Mönch am Meer – Caspar David Friedrich (Öl auf Leinwand)

 
Die brausende See
mit kalter Tiefe
rennt gegen die Klippe an
und wird wieder zurückgeworfen.
 
Der Himmel eine Bucht
ihr Gestein dunkle Wolkenberge
beherbergt das Wasser der Hoffnung
gesegnet vom Allmächtigen.
 
Und dort, auf der Spitze
der geprügelten Klippe
steht demütig Gottes Diener
klein und unbedeutend.
 
Der Wind greift nach seiner Kutte
reißt an ihm, verhöhnt ihn
Taub gen des stummen Flehens
nach der warmen Erleuchtung.
 
„Mein Herr, mein Gott
Schöpfer dem, was ich bin:
Ein wandernder Mond
im Streben eine Sonne zu sein.
 
Hoffnung, Erleuchtung, mein Herr
Ich begehre es so sehr
doch der Weg ist mir verschlossen
Ich kann das Ende nicht erreichen“
 
Seine Stimme verlorn sich
in der Stille des Seins.
Gott antwortete seinem Diener nicht
Er ließ ihn dort allein,
 
Wie die Sonne verlockend strahlt
und verbrennt alles, was ihr
naiv zu Nahe kommt,
für immer unerreichbar.